Lavendel

Lavandula angustifolia

Allgemeines

Andere Namen: Balsam, Balsamblümli, Bettstroh, Fanda, Flander, Hirnkraut, Kleiner Speick, Lavandel, Lavander, Narden, Nervenkraut, Nervenkräutel, Römischer Thymian, Schwindelkraut, Speick, Spikatblüten, Spiklavendel, Tabaksblüten

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Standort: Sonnige, trockene, kalkhaltige Standorte, ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, bei uns in Gärten kultiviert

Ernte: Blüten nach der ersten Blüte im Hochsommer, teils zweite Ernte im September möglich

Verwendbare Pflanzenteile: Blüten

Büroklammer
Lavendel

Besonderheiten & Anwendung

Sammeln:
Gesammelt werden vor allem die Blüten, am besten nach der ersten Blüte im Hochsommer; oft blüht der Lavendel im September/Oktober nach einen Sommerschnitt noch ein zweites Mal.

Warnhinweise:
Speik-Lavendel und Schopf-Lavendel enthalten deutlich mehr Kampfer und sollten nicht innerlich verwendet werden – für Küche und Tee eignen sich nur Lavandula angustifolia oder Lavandula officinalis. Lavendelöl sollte nie im Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern bis 4 Jahren angewendet werden. Von Lavendelblüten-Tee wird bei Kindern unter 12 Jahren, von der Einnahme von Lavendelöl bei unter 18-Jährigen abgeraten.

Besonderheit:
Schon die Griechen und Römer nutzten Lavendel fürs Badewasser – daher stammt vermutlich auch sein Name, abgeleitet vom lateinischen lavare (waschen). Im Mittelalter zählte er zu den wichtigsten Heilkräutern überhaupt.

Inhaltsstoffe:
Lavendel enthält über 40 verschiedene ätherische Öle, allen voran Linalylacetat und Linalool, dazu Gerbstoffe, Cumarinderivate, Flavonoide und Phytosterole. Seine beruhigende Wirkung bei Unruhezuständen, Einschlafstörungen und nervösem Reizmagen ist von der Kommission E und ESCOP positiv bewertet.

Verwendung:
Innerlich wird Lavendel traditionell als Tee bei innerer Unruhe, Einschlafstörungen und nervösem Reizmagen getrunken. Äußerlich ist ein Lavendelbad bei Kreislaufbeschwerden anerkannt, außerdem beliebt als Duftsäckchen im Kleiderschrank oder Schlafzimmer und zum Räuchern. In der Küche verfeinern die Blüten Gebäck, Sirupe und Kräuterzucker.

Hinweise:

  • Auch gegen Heilpflanzen gibt es Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenso können Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten!
  • Heilpflanzen unterstützen unseren Körper, ersetzen aber keinen notwendigen Arztbesuch!
  • Bitte immer nur Pflanzen sammeln, die eindeutig bestimmt werden können

Entdecke noch mehr faszinierende Kräutervielfalt

Warenkorb
Nach oben scrollen